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LipperTage

Drei Tage steht Lage Kopf

Augenschmaus mit nostalgischem Flair: Die "Flying Petticoats" – im Bild Torsten und Manuela Stübing – starten Freitagabend das umfangreiche Programm der Lipper-Tage im Friedenspark.

Die 7. Lipper-Tage haben gestern begonnen und bescheren der Zuckerstadt ein Besucheraufkommen, das sie so schnell nicht wieder erleben wird.

 

Lage. Während die Eichenallee bereits seit Mittwochabend gesperrt ist, beginnen die Aufbauarbeiten auf dem Marktplatz erst gestern Mittag nach Abbau der Marktstände. Bei Hans Müller-Hisje von der Lippe Tourismus & Marketing AG läuten ständig die Glocken - das Handy. Wo kommen die Oldtimer-Fahrer in die Innenstadt, wo wieder hinaus? Ein riesiger Hänger schiebt sich an die Kirchenwand: die Bühne rollt an und kämpft um jeden Zentimeter.

 

Müller-Hisje ist die Ruhe selbst und um Zahlen nicht verlegen. Er ist für die Infrastruktur zuständig, während Kollegin Birgit Dabbert an der Eichenallee den Kontakt mit den Stars und Darstellern hält. Und da ist tatsächlich einer krank geworden. "Hollywoods Crazy-Paper-Star-Show" muss ausfallen - der Künstler liegt krank zu Bett.

 

116 Stellflächen für Stände und Zelte in der Fußgängerzone und in der Eichenallee sind vergeben. Strom und Wasser werden teilweise auch benötigt. Besondere Aufmerksamkeit galt im Vorfeld dem Sicherheitskonzept. Angesichts der Vorfälle in Duisburg interessierte sich Bürgermeister Christian Liebrecht höchstpersönlich für die geplanten Maßnahmen. Müller-Hisje addierte und multiplizierte die Fluchtwege mit dem Ergebnis, dass 14 000 Besucher auf die Eichenallee könnten - so viel werden es wohl nicht. Zur Sicherung des Bahnübergangs stehen allein vier Sicherheitsleute bereit. Die Bundespolizei forderte, dass die durchfahrenden Züge nur 20 Stundenkilometer fahren dürfen. Alles war also gestern für den Beginn des Programms bereit. Mit einer mitreißenden Show stimmten die "Flying Petticoats" auf den Abend ein. Nach einem Tänzchen mit "Marilyn Monroe" eröffnete Landrat Friedel Heuwinkel die Lipper-Tage.

Quelle: Lippische Landes-Zeitung

Im Palaisgarten werden die Zelte aufgebaut

Foto: Preuss

Detmold. "Gut, dass die neue Aula noch nicht bespielt wird, sonst hätten wir ein Problem", sagte gestern Hans-Heinrich Müller-Hisje, zuständig für die Infrastruktur der Lippertage, bei einer Runde durch den Palaisgarten. Denn für beide reiche die verfügbare elektrische Leistung nicht aus. Mit 1000 Ampere sichere der Bielefelder Spezialist für Lichtinszenierungen, Flash Art, die Lippertage ab - rund 20 mal so viel wie bei einem Wohnhaus üblich, erzählte Müller-Hisje. Dafür dürfen sich die Besucher dann auf farbenprächtige Baum-Illuminationen, treibende Lichtwellen, eine strahlende Riesenwasserwand und mehr freuen. Gestern stand jedoch erst einmal der Aufbau der Zelte im Palaisgarten auf dem Plan - unser Bild zeigt Felix Meilenbrock beim Abladen eines Bodensegments per Lkw-Kran hinter dem Palais. Rund 70 Zelte hat der Steinheimer Zeltverleiher Elmar Meilenbrock am Wochenende im Einsatz. Die drei größten mit je etwa 250 Quadratmetern stehen im Palaisgarten. Gut 50 kleinere stellt er mit seiner Mannschaft morgen an der Allee auf. Da der Palaisgarten Naturdenkmal ist, gelten für den Aufbau erschwerte Bedingungen: Der 40-Tonner zur Anlieferung der 10 mal 15 Meter großen Hauptbühne dürfe nicht rein und müsse in der benachbarten Gartenstraße umgeladen werden, sagte Müller-Hisje. Auch die Toilettencontainer würden per Lastkran über die Mauer in den Park gehievt.

Quelle: Lippische Landes-Zeitung

Quelle: Lippische Landes-Zeitung

Die Rückkehr der Maulwürfe

Guck mal, wer da zum Vorschein kommt: Kaum sind die Lipper-Tage vorbei, wirft der Maulwurf seine Hügel wieder auf. Birgit Dabbert und Hans-H. Müller-Hisje sehen es mit Erstaunen. Foto: Bürger

Detmold. Die Bierwagen haben den Palaisgarten verlassen, die Zelte von Meilenbrock sind im Eilverfahren abgebaut worden, der rote Teppich wurde eingerollt: Aufbruchstimmung nach 50 Stunden LipperTage. Und Rückkehrer gibts auch: Maulwürfe und Fledermäuse. 

 

Bis in die Nacht feierten die Besucher noch am Sonntagabend. Bei Musikvon Abba wurde es deutlich später als 0 Uhr. Alfred Lohhof, Brauhaus- Gastronom, soll unbestätigten Aussagen zufolge die ganze Nacht noch an der Abbau-Logistik gefeilt haben. "Lohhof hatte uns bei der Auswahl der Gastwirte untertützt", sagt Hans-H. Müller-Hisje von der LTM in Detmold. 

 

Lange Nächte hatte auch Birgit Dabbert von der LTM während der LipperTage. Ihre Stimme war Montagmorgen leicht angeschlagen. Schätzungsweise 200 Anrufe via Handy kamen zwischen Freitag und Sonntag zusammen. Und bei der Grundlautstärke auf dem Festgelände hilft beim Telefonieren bekanntlich oft nur "brüllen". Zufrieden waren Dabbert und Müller-Hisje gestern darüber, dass man dem Eigentümer des Palaisgartens, dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW einen intakten Palaisgarten zurückgeben konnte. Allein der rote Teppich hat eine hellgrüne platte Rasenspur hinterlassen. Was gegebenfalls nicht dramatisch sein dürfte, denn in einigen Wochen wird im Park ohnehin gebuddelt, um die Wasserversorgung auf dem Gelände zu verbessern. Der vordere Teich war fast trocken, so dass die "Wasserspiele" nur durch externe Springbrunnen möglich waren.

 

Der gestrige Montag war übrigens die Rückkunft der Tierwelt. Völlig unter der Erde hatten sich an den drei Tagen die Maulwürfe aufgehalten. Pünktlich zum Ende der Party warf ein Maulwurf bereits am Montag gegen 6 Uhr zwei Hügel. Die Erde musste wohl raus nach dem Getrampel der Besucher. Völlig unbeeindruckt von der Musiklautstärke hatten sich bereits Sonntagnacht die örtlichen Fledermäuse an der großen Bühne gezeigt. Abba-Fever hin oder her, sie flogen schon bei "Mamma Mia". Unterm Strich kann der Palaisgarten nun also wieder von Spaziergängern, Senioren oder |oggern genutzt werden, die an den drei Festtagen etwas ins Hintertreffen geraten waren.

 

Quelle: Lippische Landes-Zeitung