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Sterneköche

Küchenmeister Dieter Gerdes hat mit seiner Idee, Spitzenköche aus Norddeutschland zu einem „Gipfeltreffen" zu versammeln, um mit ihnen zusammen einer Schar kundiger Gäste regionale Spezialitäten zum Verkosten zu servieren, offenbar den Nagel auf den Kopf getroffen. Drei Stunden nach der Veröffentlichung eines entsprechenden Vorberichtes in der NWZ waren die 165 Plätze restlos ausgebucht.

 

„Insgesamt 400 Interessenten haben sich gemeldet", berichtete Hans-H. Müller-Hisje. Es war also schon jeder ein Glückspilz, der rechtzeitig reagiert und einen Platz erhalten hatte. Und die gekommen waren, brauchten ihren Entschluß auch nicht zu bereuen. Bei prasselndem Kaminfeuer, passender Unterhaltungsmusik, guten Weinen und einer Auswahl zum Teil raffinierter regionaler Gerichte entstand schnell eine lockere, überaus freundliche Atmosphäre.
Die von manchen befürchtete Enge stellte sich nicht ein, weil die ersten Gänge von den Köchen höchstpersönlich serviert wurden. Und danach gab es ein fröhliches Hin und Her zwischen Küche und Tischen. Man nahm in der Küche alles in Augenschein, ließ sich von seinem Favoriten unter den Köchen Gutes auf den Teller legen, fachsimpelte mit dem Nachbarn und und machte sich dann genüßlich ans Probieren. Und das alles auch noch mit dem guten Gefühl, einiges für einen guten Zweck getan zu haben. Denn 30 DM von den 100 DM, die pro Person für Essen und Getränke bezahlt werden mußten, waren für die NWZ-Weihnachtsaktion bestimmt.

 

Und da es den ganzen Abend dank beeidruckender Serviceleistungen nie an gutem Wein im Glas und dank eigener Initiative nie an einem guten Happen auf dem Teller mangelte, kam die Gästeschar bald zu der Überzeugung, daß das Ganze nicht nur ein außerordentlich schönes, sondern auch ein preiswertes Vergnügen war. Diese Preisgestaltung war aber nur wegen der Großzügigkeit mehrerer Sponsoren möglich. Müller-Hisje hob besonders DC Domaines et Châteaux Wiesbaden sowie Geheimrat Wegeler-Deinhard Rheingau wegen der Stiftung des gesamten Sektes und Weines für diesen Abend lobend hervor. Die Gäste wußten es zu schätzen und spendeten noch einmal 1570 DM Bares in eine herumgereichte Kochmütze. Außerdem fanden zwei von den fünf Spitzenköchen signierte neue Kochbücher für je 250 DM ihre Abnehmer, so daß NWZ-Chefredakteur Rolf Seelheim schließlich insgesamt 7020 DM für die NWZ-Weihnachtsaktion in Empfang nehmen konnte.

 

Zufrieden waren jedoch nicht nur die Gäste, sondern auch die Köche zeigten sich sehr angetan von dem Sachverstand der Gäste, mit denen so mancher Plausch in der Küche gehalten wurde. Über eine Wiederholung in ähnlichem Rahmen wurde von den Experten nach der Veranstaltung nachgedacht.

 

Was es alles gab:

Bad Zwischenahn. An dem „Gipfel-Treffen" norddeutscher Köche am Zwischenahner Meer waren folgende Köche – in Klammern ihre Gerichte – beteiligt: Lothar Beck, „Altes Forsthaus Beck", Lingen (Feigensuppe, Ochsenbrust in Meerrettich-Rosinensauce); Helmut Bittlingmaier, „Apicius", Bad Zwischenahn (Kalbszungensülze mit Rotkohlsalat, Entenkeule mit Feigenknödel und Maronen); Arndt Feye, „L'Orchidée", Bremen (Krabben-Aal-Terrine, Gewürzter Apfelkuchen in Pistaziensauce); Dieter G. Gerdes, Gastronomieberatung, Oldenburg (Klare Steckrübensuppe mit Räucheraal, Geschmortes Lamm mit Schnippelbohnenpüree); Wolf Dieter klunker, „Fischereihafenrestaurant", Hamburg (Eingelegter Knurrhahn mit Kartoffel-Kraut-Salat, Labskaus mit Wachtelei und Matjes).

 

Quelle: Nordwest-Zeitung