Neuer Rundweg auf den Spuren des historischen Horn ausgewiesen
Horn-Bad Meinberg (rj). Wer durch Horn geht, dem fallen sicher kleine gelbe Hörnchen auf dem Pflaster auf. Sie beschreiben nicht etwa den nächsten und direkten Weg zur Post, wie ein spöttischer Zeitgenosse die fleißigen Maler bereits fragte, sondern sie markieren einen neuen historischen Stadtrundgang.
Am Samstag wurde er der Öffentlichkeit vorgestellt - allerdings nur teilweise. Die kleinen Hörnchen sind zwar gemalt, aber der dazugehörige Prospekt, den der Tourist in die Hand bekommt, ist noch nicht ganz fertig. Die Broschüre soll aber innerhalb der nächsten zwei Wochen zu haben sein.
Vor der Burg kleben zwei gelbe Hörnchen auf einem Kanaldeckel: Dies ist ein Zeichen. Ein ganz besonderes. Denn hier soll sich der Besucher hinstellen, und dann sieht er ein besonders reizvolles Objekt - in diesem Fall eben die Burg. "Der Weg startet hier. Denn vom Parkplatz hinter der Burg kann einfach zu Fuß der Rundgang begonnen werden", so Hans-H. Müller-Hisje. Wer die gelben Hörnchen verfolgt, landet beim nächsten Aussichtspunkt am Pfeiffenkump, dem legendären Brunnen. Weiter geht es zur evangelisch-reformierten Kirche, zum Rathaus, Franz-Hausmann-Denkmal, zum Vialon, zum historischen Stadttor, über Wallweg und Leopoldstaler Straße zum Eulenturm, hinter der Mauer und dem Wall zur Mittelstraße und schließlich wieder zum Marktplatz. Historische Häuser werden vorgestellt, und es lassen sich sogar Abstecher machen - beispielsweise durch die Ratstwete und Burgstraße zum ältesten Fachwerkhaus oder zur alten Synagoge.
"Die Idee hatten wir schon länger, die Schablone und die Farbe auch", so Hans-H. Müller-Hisje. Ausführende waren Mitglieder der Initiative "Horn belebt" in Zusammenarbeit mit der Tourist-Info und dem Heimatverein, welche für Verteilung der Faltblätter und die Ausarbeitung von Route und historischem Hintergrund verantwortlich sind. Am vergangenen Dienstag und Mittwoch waren die fleißigen Maler mit gesponserter Farbe, Pinsel und Schablone unterwegs, um den Weg zu den 13 Stationen zu markieren.
Vor allem Kurzzeiturlauber, die auch zu den Externsteinen fahren, sollen angesprochen werden, auf den gelben Spuren durch Horn bummeln, dabei einkehren und vielleicht gleich noch ein wenig shoppen. Im Stadtplan soll die Route auch eingezeichnet werden. Die Bedienungsanleitung ist einfach: Folgt den Hörnchen und Augen auf, wo zwei von ihnen gemalt wurden - da gibt es was zu sehen.
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