Archiv für das Tag 'Zeitspruenge'

Stein

admin 1. Juli 2011

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Der Nöck August Kopisch
Es tönt des Nöcken Harfenschall:
Da steht der wilde Wasserfall,
Umschwebt mit Schaum und Wogen
Den Nöck im Regenbogen.
Die Bäume neigen
Sich tief und schweigen,
Und atmend horcht die Nachtigall. –
»O Nöck, was hilft das Singen dein?
Du kannst ja doch nicht selig sein!
Wie kann dein Singen taugen?« –
Der Nöck erhebt die Augen,
Sieht an die Kleinen,
Beginnt zu weinen . . .
Und senkt sich in die Flut hinein.

Da rauscht und braust der Wasserfall,
Hoch fliegt hinweg die Nachtigall,
Die Bäume heben mächtig
Die Häupter, grün und prächtig.
O weh, es haben
Die wilden Knaben
Den Nöck betrübt im Wasserfall!

»Komm wieder Nöck, du singst so schön!
Wer singt, kann in den Himmel gehn!
Du wirst mit deinem Klingen
Zum Paradiese dringen!
O komm, es haben
Gescherzt die Knaben:
Komm wieder Nöck und singe schön!«

Da tönt des Nöcken Harfenschall
Und wieder steht der Wasserfall,
Umschwebt mit Schaum und Wogen
Den Nöck im Regenbogen.
Die Bäume neigen
Sich tief und schweigen,
Und atmend horcht die Nachtigall.

Es spielt der Nöck und singt mit Macht
Von Meer und Erd und Himmelspracht.
Mit Singen kann er lachen
Und selig weinen machen! –
Der Wald erbebet,
Die Sonn entschwebet . . .
Er singt bis in die Sternennacht!

Dryade

admin 1. Juli 2011

waldgeist1
Ich bin ein Waldgeist
Man nennt mich Dryade oder Nymphe. Wir Dryaden sind meist verbunden mit einem einzigen Baum und leben, leiden und sterben mit ihm. Darum, ihr Menschen, geht pfleglich mit der Natur um!

Wenn ein Mensch einen Baum beschneiden oder gar fäl-len will, so muss er zu uns Waldgeistern beten und uns um Einwilligung und Verzeihung bitten. Tut er dieses nicht und wir überleben die Gewalttat, so verfolgen wir ihn als Nachtmahr und kriechen, wenn er schläft, in sein Ohr. Erwacht er am nächsten Tag, so ist er dem Wahnsinn ver-fallen!
Wir rächen die Schandtaten an der Natur!

Ich kann sehr alt werden, doch wenn mein Baum
endgültig stirbt, so löse ich mich auf und
hinterlasse keine Spuren auf dieser Erde.
Nur die tiefe, unwandelbare Liebe eines Menschen ver-hilft mir zu einer unsterblichen Seele, damit ich wieder-geboren werden kann. So suche ich diesen Menschen.
Ich streichle ihn mit meinen Blättern, verführe ihn mit meiner Zauberstimme und hoffe, dass er mich bemerkt und zu lieben beginnt.
Dann kann er mich erlösen.

Hermanntage/Heimattage 2010

admin 15. Mai 2010

Pressefoto 2010 für die Hermanntage/Heimattage2010 für die Hermanntage/Heimattage
Im Rahmen des 175. Geburtstages des Lippischen Landesmuseums zeigt die Gruppe in diesem Jahr unter dem Motto “Zeitsprünge” drei Stationen der lippischen Geschichte: die Mittelsteinzeit, aus der bedeutende Siedlungsfunde an den Rethlager Quellen in der Dörenschlucht gemacht wurden. Bernhard II. zur Lippe, den faszinierenden Begründer des Landes Lippe und Fürstin Pauline, die emanzipierte Regentin des Landes von 1802 bis 1820. In jeweils eigenen Zelten und mit eigenen Aktionen berichten sie aus ihrer Zeit und möchten den Besuchern einen Eindruck von der Besonderheit lippischer Geschichte geben.

M wie Matthias

admin 8. Juli 2009

Nachdem er sich erst einmal in seine Rolle als germanischer Seher Fafnir oder Fafner eingelebt hatte, brauchte er zwei Tage, um wieder aus ihr heraus zu kommen. Er war ein echter Kinderschreck. Nur die Frauen liebten ihn - unverständlich bei den Bildern.
Wer war Fafnir/Fafner? Bei Wagner ist er ein Drache, aber das kommt nicht von ungefähr. Zunächst war er ein Seher, der erst, nachdem er seinen Vater ermordet hatte und danach den erbeuteten Goldschatz bewachte, zum Drachen mutierte. Dann doch lieber Matthias als einen Drachen…..
2010 wirkte er zwar harmlos, doch sein Schwert und seine Geschichte straften diesen Eindruck sehr schnell Lügen. als Bernhard II. zur Lippe schuf er das Land, in dem der Hermanntag gefeiert wird und wußte seinen Besitz sehr wohl mit dem Schwert zu verteidigen.
Der Nöck aus dem Silberbachtal wikrte 2011 nur auf den ersten Blick so furchterregend. Liebevoll und anschmiegsam suchte er nach einer mitleidigen Seele, die ihn lieben würde, damit auch er eine unsterbliche Seele bekommen würde.

B wie Brigitte

admin 8. Juli 2009

wassergeist1

So kommt die Jungfrau zum Kind!!! Nur einmal “ja” sagen und schon ist man verhaftet. Ein kleiner, dunkler Kobold, der ganz bestimmt nicht auf den Mund gefallen ist!
2008 bei den Hermannstagen war sie die Einlaßkontrolle, 2009 dann SKULD - die Norne der Zukunft. 2010 als Urzeitmensch von den Rethlager Quellen eher abschreckend, konnte sie 2011 als Undine mit Charme und Schönheit überzeugen.