Archiv für das Tag 'Seher'

M wie Matthias

admin 8. Juli 2009

Nachdem er sich erst einmal in seine Rolle als germanischer Seher Fafnir oder Fafner eingelebt hatte, brauchte er zwei Tage, um wieder aus ihr heraus zu kommen. Er war ein echter Kinderschreck. Nur die Frauen liebten ihn - unverständlich bei den Bildern.
Wer war Fafnir/Fafner? Bei Wagner ist er ein Drache, aber das kommt nicht von ungefähr. Zunächst war er ein Seher, der erst, nachdem er seinen Vater ermordet hatte und danach den erbeuteten Goldschatz bewachte, zum Drachen mutierte. Dann doch lieber Matthias als einen Drachen…..
2010 wirkte er zwar harmlos, doch sein Schwert und seine Geschichte straften diesen Eindruck sehr schnell Lügen. als Bernhard II. zur Lippe schuf er das Land, in dem der Hermanntag gefeiert wird und wußte seinen Besitz sehr wohl mit dem Schwert zu verteidigen.
Der Nöck aus dem Silberbachtal wikrte 2011 nur auf den ersten Blick so furchterregend. Liebevoll und anschmiegsam suchte er nach einer mitleidigen Seele, die ihn lieben würde, damit auch er eine unsterbliche Seele bekommen würde.

Walküren und Seher bei den Hermanntagen 2009 in Detmold

admin 4. Juni 2009

Im Rahmen der Veranstaltungen zu “2000 Jahre Varusschlacht” wird in Detmold das Thema “Mythos” dargestellt. Aus diesem Grund hatte sich meine Freundesgruppe entschieden, als Walküren und Seher bei den Hermanntagen aufzutreten, um dem Begriff “Mythos” ein Gesicht zu geben.
Es ist wenig bekannt über den Glauben der Germanen zur Zeit des Arminius, deshalb haben wir Anleihen in der “Edda” gemacht und sind als die Nornen Urd, Verdandi und Skuld, von denen die beiden letzten oft auch als Walküren bezeichnet werden und als der Seher Fafnir, der in seinem späteren Leben zum Drachen mutiert, bei den Hermanntagen erschienen. Das uns zur Verfügung gestellte Zelt wurde in einen “Heiligen Hain” verwandelt und die Besucher zu einer Zeitreise in die Vergangenheit eingeladen. Unsere “ältere Schwester” Edda versetzte - ganz in Schwarz - die Männer in Angst und Schrecken.
Wir hätten nie erwartet, dass wir einen so großen Zulauf erzielen und die Menschen wirklich begeistern, ja faszinieren würden.

Das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen hatte speziell für diese Veranstaltung Holzidole geschnitzt, die das Leben eines Mannes darstellten. Beginnend mit dem noch unsicheren Jüngling, über den gestandenen Krieger in der Blüte seines Lebens, bis zum gebeugten, erfahrenen Greis am Ende der Lebensbahn. Solche Idole werden den Germanen zugeschrieben, jedoch ist ungewiss, welche Bedeutung sie hatten.
Im Zelt, dem Heiligen Hain, zeigten wir Wolfsfelle, eine Schneeeule, einen Mäusebussard und eine Waldohreule, die uns vom Hauptzollamt Hannvover freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden. Sie trugen wesentlich zur unvergleichlichen Atmosphäre des Raumes bei.