Fürstin Pauline zur Lippe
admin 21. März 2009
“Sie ist eine Canaille …”
18 Jahre - von 1802 bis 1820 - hielt Fürstin Pauline zur Lippe die Regentschaft über da Fürstentum in ihren Händen. Es war eine Zeit der gewaltigen politischen Umschwünge. Napoléon beherrschte Europa. Pauline versuchte die Selbstständigkeit des Fürstentums für ihren minderjährigen Sohn zu erhalten und diente sich dem Franzosen an. Ihr gelang das Unmögliche, auch wenn sie sich damit für alle Zeiten Preussen zum Feind machte. (”Sie ist eine Canaille…”)
In ihrem Fürstentum revolutionierte sie das Schul-, Sozial- und Strafwesen und sanierte die Finanzen des Landes. Ganz Kind ihrer Zeit (geb. 1769 in Ballenstedt gest. 1820 in Detmold) regierte sie absolutistisch und machte sich besonders bei den Ständen keine Freunde.
Privat liebte sie wie jede Frau hübsche Kleider, Blumen und schrieb sehr persönliche Gedichte, aber auch Veröffentlichungen über soziale Themen.
Sie gehört zu den ganz außergewöhnlichen Herrscherinnen in der deutschen Geschichte, selbst wenn es sich nur um ein kleines Fürstentum handelte.
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