Bernhard II. zur Lippe

admin 21. März 2009

Der vergessene Ritter - Bernhard II. zur Lippe - ein Leben zwischen Kreuz und Schwert

Von 1140 bis 1224 lebte der Edle Herr Berhard II. zur Lippe. Aus unbedeutendem Adelsgeschlecht in Lipperode stammend, führte er seine Familie in nur einer Generation zu so nie wieder erlangter politischer Bedeutung in Nord-West-Deutschland.

Bernhard II. wurde zunächst für das kirchliche Amt bestimmt, nach dem Tod seines ältesten Bruders jedoch wieder in die Erbfolge eingesetzt. Er war Vasall von Heinrich dem Löwe, dem er in unverbrüchlicher Treue selbst in die Verbannung folgte. Seine Intelligenz, sein ritterliches Können und sein überragendes diplomatisches Geschick brachten ihm Ländereien und hohe Anerkennung in politischen und kirchlichen Kreisen ein. 1196 übergab er seine weltlichen Güter an den ältesten Sohn und ging als Mönch in das Kloster Marienfeld bei Hasewinkel. Innerhalb kürzester Zeit wurden auch hier seine Fähigkeiten erkannt und im Jahr 1211, bei einem Kreuzzug ins Baltikum, wurde Bernhard zum Abt des Klosters Dünamünde bei Riga gewählt. Bereits 1218 wurde er zum Bischof geweiht. Erst sein Tod beendet das Werk, das er im Osten begonnen hatte. Seine Kinder hatte alle bedeutende Kirchenämter inne oder hatten politisch bedeutende Adelige geheiratet. Das Geschlecht derer zurLippe lebt heute u.a. noch in Detmold/Lippe.

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