Spitzfindigkeiten
admin 3. April 2009
Aufschrei meines Mitstreiters Wolfram Gebhardt angesichts der Literaturfülle, die wir uns gegenseitig zuschieben:
“Da fällt mir Faust ein:
“Habe nun, ach,
Böckmann und Bökemeier,
Brepohl und Schoppe,
Delbrück und Leise,
Velleius Paterculus,
Timpe und Tacitus,
und schließlich auch das Internet
durchaus studiert mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun ich armer Tor
und bin so klug als wie zuvor.”
Jedes Mal war das Geschichtsbild ganz anders und jedes Mal musste ich neu konzipieren.”
Anmerkung zum ZDF/ARTE-Film über die Varusschlacht: ”Kampf um Germanien”. Für den Einsteiger ein informativer und plakativer Film. Nun habe ich natürlich schon etwas mehr gesehen und gelesen als ein Einsteiger, aber was mich wirklich beeindruckt hat, war die Marschleistung der römischen Armee! Wie Varus es geschafft hat trotz widriger Witterungsverhältnisse, Germanenangriffen und unwegsamen Geländes aus dem Teutoburger Wald heraus quer über die Ebene , über das Wiehengebirge nach Kalkriese zu kommen, um dort abgeschlachtet zu werden! Hut ab, das war wirklich außergewöhnlich! Immerhin handelt es sich um ca. 50 km Luftlinie. Dazu muss man wissen, dass eine Legion für gewöhnlich 15 Km am Tag marschierte und nur bei Eilmärschen bis zu 30 Km am Tag.
Außerdem möchte ich gern mal wissen, wer Arminius mit dieser unmöglichen Perücke versehen hat? Der bis dahin gut aussehende Darsteller wurde völlig entstellt. Warum müssen Barbaren immer ungepflegt und schmutzig sein? Waren es nicht die Germanen, die die Seife erfunden haben, sich sogar rasierten, Kämme bei sich trugen und die Modefrisur des Suebenknotens erfanden? Kurze Haare trug nur der Unfreie, aber das heißt noch lange nicht, dass langes Haar gleichbedeutend mit ungepflegt war.
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